• Vier Biker sterben am Freitag (30.08.2019) gegen 16.30 Uhr bei Unfall auf A9
  • Bei Bad Lobenstein fährt ein Kleinlaster in die Motorradfahrer
  • Die Biker standen unter einer Autobahn-Brücke
  • Vollsperrung der A9 in Fahrtrichtung Berlin für mehrere Stunden
  • Gutachter vor Ort
  • Identität der Toten geklärt

In Thüringen sind am Freitagnachmittag vier Motorradfahrer bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 9 getötet worden. Laut Polizei ereignete sich der Unfall gegen 16.30 Uhr. Ein Kleinlaster fuhr zwischen Bad Lobenstein und Schleiz in eine Gruppe aus drei Motorrädern, die mit vier Menschen besetzt waren, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei mitteilte.

Update vom 31.08.2019, 14 Uhr: Identität der Toten steht fest

Einen Tag nach dem verheerenden Unfall auf der Autobahn 9 mit vier getöteten Motorradfahrern hat die Polizei die Identität der Opfer geklärt. Es handelt sich um Männer im Alter von 43, 57, 60 und 75 Jahren, wie die Autobahnpolizei am Samstag mitteilte. Ein Kleintransporter war am Freitag zwischen Bad Lobenstein und Schleiz im Südosten Thüringens nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in die Gruppe Motorradfahrer gekippt.

In dem Kleinbus saßen drei Menschen. Der 29 Jahre alte Beifahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der 38 Jahre alte Fahrer und ein 31 Jahre alter Mitfahrer erlitten leichte Verletzungen. Auch sie wurden in ein Krankenhaus gebracht. Alle drei Insassen kamen aus dem Landkreis Barnim in Brandenburg.

Drei der getöteten Motorradfahrer kamen aus dem Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt), der 57-Jährige war aus Pforzheim (Baden-Württemberg). Die A9 musste am Freitag in Richtung Berlin für sieben Stunden gesperrt werden.

Update vom 31.08.2019, 7 Uhr: Gutachter an der Unfallstelle

Mittlerweile hat ein Gutachter die Unfallstelle untersucht. "Der Fachmann hat alles unter die Lupe genommen", sagte ein Sprecher der Polizei am Samstagmorgen. Mit schnellen Ergebnissen sei nicht zu rechnen. Damit bleibt weiter unklar, wie es am Freitagnachmittag genau zu dem Unfall kommen konnte.

Tragödie auf A9: Vier Biker sterben nach Zusammenstoß

Alle vier Motorradfahrer kamen bei dem Zusammenprall auf der A9 ums Leben. Die drei Insassen des Kleinlasters wurden verletzt.

Brücke bot Schutz vor starkem Regen

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge stoppten die Motorradfahrer unter einer Autobahnbrücke, um Schutz vor einem starken Regenschauer zu suchen. Dort ist der offenbar im brandenburgischen Barnim-Kreis zugelassene Kleintransporter von der Fahrbahn abgekommen und in die Gruppe der Biker gekippt.

Weitere Details noch nicht bekannt: Tote Personen wahrscheinlich männlich

Weitere Details zu den Toten und Verletzten konnte die Polizei nicht machen. Vermutlich waren alle männlich. Auch dazu, warum der Transporter von der Straße abkam, konnten die Beamten nichts sagen. Ein Gutachter soll die Einsatzstelle besuchen.

Herumliegende Trümmerteile und Rettungshubschrauber im Einsatz

An der Unfallstelle lagen Trümmerteile neben der Fahrbahn. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Die A9 war in Fahrtrichtung Berlin für mehrere Stunden komplett gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet, um den Verkehr von der Autobahn abzuleiten, hieß es.

Auch auf der A3 kam es zu einem schweren Unfall. Ein Sattelzug-Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt.