Fast jeder Vierte der 13 Millionen Menschen im Freistaat hat ausländische Wurzeln. Mit 23,8 Prozent hat der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund im vergangenen Jahr in Bayern einen neuen Höchststand erreicht, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden hervorgeht. "Erstmals stieg die Zahl auf mehr als drei Millionen", sagte ein Sprecher. Von diesen knapp 3,1 Millionen hatten 335 000 türkische Wurzeln, damit ist die Türkei noch immer das größte Herkunftsland.

Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde.


Fast die Hälfte hat einen deutschen Pass

Mit rund 1,4 Millionen besaß fast die Hälfte der Migranten in Bayern die deutsche Staatsangehörigkeit. Mehr als 663 000 von ihnen hatten aber selbst keine Migrationserfahrung. Bundesweit waren rund 51 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund Deutsche, etwa 49 Prozent hatten einen ausländischen Pass. Im Jahr 2011 hatte deren Anteil noch bei 42 Prozent gelegen.

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Die Daten beruhen auf dem Mikrozensus, einer Stichprobenerhebung unter deutschen Haushalten. Erstmals wurde 2017 die vorwiegend im Haushalt gesprochene Sprache abgefragt. Danach wurden in 2,5 Millionen Mehrpersonenhaushalten in Deutschland vorwiegend eine ausländische Sprache genutzt. Am häufigsten war dies Türkisch (17 Prozent).


Anstieg in ganz Deutschland

In Deutschland hat fast jeder Vierte (23,6 Prozent) ausländische Wurzeln. Mit 19,3 Millionen Menschen hat der Anteil der Bevölkerung mit einem Migrationshintergrund im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch weiter mitteilte, wuchs die Zahl der Menschen mit ausländischen Wurzeln im Vergleich zu 2016 um 4,4 Prozent.

Der Anstieg im vergangenen Jahr ist vor allem auf die wachsende Zahl der Ausländer zurückzuführen. Rund 51 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sind Deutsche, etwa 49 Prozent haben einen ausländischen Pass. Im Jahr 2011 hatte deren Anteil noch bei 42 Prozent gelegen.

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Von den 19,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund hatten rund 2,8 Millionen (14 Prozent) türkische Wurzeln. 11 Prozent hatten einen polnischen, 7 Prozent einen russischen, 6 einen kasachischen und 4 Prozent einen rumänischen Hintergrund.


Zahlen beruhen auf Stichprobenerhebung

Die Zahlen beruhen auf dem Mikrozensus, einer Stichprobenerhebung unter deutschen Haushalten. Erstmals wurde 2017 die vorwiegend im Haushalt gesprochene Sprache abgefragt. Danach wurden in den 24 Millionen Mehrpersonenhaushalten in Deutschland in 2,5 Millionen vorwiegend eine ausländische Sprache genutzt. Am häufigsten war dies Türkisch (17 Prozent).