• Delta-Variante breitet sich in Bayern aus
  • Söder spricht sich für generelle Corona-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche aus
  • Stiko hat bisher noch keine generelle Impfempfehlung für Kinder gegeben
  • Darum zögern Stiko und RKI

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Ständige Impfkommission (Stiko) dazu aufgefordert, eine generelle Empfehlung für die Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen auszusprechen.  Söder setzt im Kampf gegen die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus auf die Impfung von Schülern. "Die Stiko sollte dringend überlegen, wann sie das Impfen von Jugendlichen empfiehlt", schrieb Söder am Sonntag (04.07.2021) auf Twitter. Das würde "den Schutz für alle erhöhen und einer Generation, die auf viel verzichten musste, wieder Freiheiten zurückgeben".

Stiko und RKI zur Corona-Impfung für Jugendliche ab zwölf Jahren 

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat hingegen bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei. 

"Zur Sicherheit der Impfung bei Kindern gibt es bisher nur wenig Daten und Erfahrungen. Die Zahl der untersuchten Kinder und Jugendlichen ist zu klein, um auch häufigere unerwünschte Ereignisse zu entdecken", schreibt das Robert-Koch-Institut in einem Informationspapier vom Juni. 

Die Delta-Variante breitet sich auch in Bayern zunehmend aus. Die meisten registrierten Fälle gibt es in München. Der Statistik des Landesamtes für Gesundheit (LGL) zufolge wurden bis am Samstag (3. Juli 2021) 170 Delta-Fälle in der Landeshauptstadt festgestellt. Bis 1. Juni 2021 waren es noch 29.