Bayerns designierter Ministerpräsident Markus Söder wünscht sich mehr Kreuze in öffentlichen Gebäuden. "Kreuze abhängen ärgert mich deswegen, weil sie nicht nur Zeichen einer Konfession sind, sondern ein Grundbestandteil unserer Menschenwürde. Ich würde mir mehr wünschen, dass man wieder welche aufhängt", sagte der CSU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am Montag (26. Februar 2018) beim Auftakt seiner Talk-Veranstaltung vor rund 300 Besuchern im oberbayerischen Bad Tölz. Unter dem Motto "Markus Söder persönlich" veranstaltet die CSU bayernweit acht moderierte Gesprächsrunden mit ihrem Spitzenkandidaten. Der Abschluss der insgesamt acht Veranstaltungen ist am 7. Juni in Würzburg geplant.


Missionscharakter der Kirchen verloren gegangen

Der Glaube habe für ihn noch immer eine große Bedeutung, betonte Söder. Zudem wünsche er sich von den christlichen Kirchen in Deutschland wieder mehr Selbstbewusstsein. Dies gelte etwa für den verloren gegangenen Missionscharakter der Kirchen, auch in Deutschland gebe es inzwischen schon viele Städte, in denen das Christentum nicht mehr so stark sei.
Die CSU hatte Söder im vergangenen Dezember auf ihrem Parteitag in Nürnberg zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 14. Oktober gekürt. Unklar ist aber noch immer, wann er das von Parteichef Horst Seehofer für das erste Quartal 2018 in Aussicht gestellte Amt des Regierungschefs übernehmen darf. CSU-intern wird davon ausgegangen, dass Seehofer am 5. März bei einer Sitzung des Parteivorstands Details dazu nennen wird. Dann will das Gremium über die Konsequenzen des SPD-Mitgliederentscheids zur Bildung einer neuen großen Koalition beraten. Seehofer selbst wird als Bundesinnenminister gehandelt.