Deutschlandweit gilt seit dem 20. März 2022 ein überarbeitetes Infektionsschutzgesetz. Aufgrund einer Übergangsfrist bis zum 2. April 2022 sind gewisse Regeln also weiterhin in Kraft - so auch die Maskenpflicht im Einzelhandel.

Durch die Anwendung der sogenannten Hotspot-Regelung haben Bundesländer die Möglichkeit, die Corona-Regeln auch nach dem 2. April beizubehalten, doch Bayern wird die Regel nicht umsetzen. Was bedeutet das also für die Maskenpflicht im Freistaat?

Einzelhandel: Maskenpflicht entfällt nach dem 2. April

Als zentrale Schutzmaßnahme gilt noch bis zum 2. April die FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen - also auch im Einzelhandel. Ebenso bleiben vorerst noch die unterschiedlichen Zugangsregeln für Geimpfte, Genesene und Getestete: Für Clubs und Discotheken gilt 2G plus, Zutritt also nur mit zusätzlichem Schnelltest. Bei Kultur- und Sportveranstaltungen gilt 2G und in der Gastronomie seit Kurzem die 3G-Regel. Wer Angehörige in einem Krankenhaus oder im Pflegeheim besuchen möchte, benötigt weiterhin einen tagesaktuellen Schnelltest.

Nach Samstag, 2. April, läuft allerdings ein Großteil dieser Corona-Regeln aus: Bundesweit einheitlich soll nur noch ein "Basisschutz" greifen, so sieht es das neue Infektionsschutzgesetz vor. Das bedeutet: Die 2G- und 3G-Zugangsregeln entfallen, sodass auch Ungeimpfte wieder ohne Test Zugang zu allen Bereichen des öffentlichen Lebens bekommen. Die Testpflicht gilt noch in Einrichtungen, in denen es Kontakt zu vulnerablen Gruppen gibt, sowie in Kitas und Schulen.

Da die FFP2-Maskenpflicht dann nur noch im ÖPNV, in Arztpraxen sowie in Einrichtungen für vulnerable Gruppen besteht, muss in Supermärkten, Discountern sowie in Geschäften des Einzelhandels keine Maske mehr getragen werden. Karl Lauterbach hatte aber an Supermärkte appelliert, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und die Maskenpflicht noch nicht abzuschaffen. Es kann also sein, dass Kunden und Kundinnen in einzelnen Filialen weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.

Ausnahme Hotspot: Unter diesen Umständen können die Regeln verschärft werden

Darüber hinaus soll eine "Hotspot-Regelung" den Ländern strengere Maßnahmen erlauben. Voraussetzung ist, dass der jeweilige Landtag für eine Stadt, eine Region oder das ganze Bundesland die "Gefahr einer sich dynamisch ausbreitenden Infektionslage" feststellt. Bayern lehnt eine Umsetzung dieser Regel aber ab, wie das Kabinett am Dienstag (29. März) bekanntgab.

Bestseller: Corona-Selbsttests bei Amazon ansehen

Neben dem Freistaat kritisieren auch andere Bundesländer diese Ausnahme scharf. Zu schwammig sei die Hotspot-Regelung und zudem nicht rechtssicher.

Fazit: Das neue Infektionsschutzgesetz sorgt dafür, dass nach der Übergangsfrist in vielen Bereichen des täglichen Lebens Lockerungen in Kraft treten. So auch in Supermärkten und Discountern wie Aldi, Rewe und Co., wo die Maskenpflicht entfallen wird.

Das könnte dich auch interessieren: Übergangsphase bis 2. April: Diese Corona-Regeln gelten in Bayern.

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach nützlichen Produkten für unsere Leser. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Piktogramm beziehungsweise einem Einkaufswagen-Symbol, einem Ticket-Symbol oder Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn du auf einen dieser Links klickst bzw. darüber einkaufst, bekommen wir eine Provision vom Händler oder Dienstleister. Für dich ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.