Die Firma Baumüller Services aus Nürnberg gab Anfang Mai bekannt, dass sie nun "Face Shields" herstellen wolle. Unter der Überschrift "Gemeinsam schlagkräftig gegen Corona"möchte die Firma ihren Beitrag leisten. Die AfD-Landeschefin Corinna Miazga schloss sich daraufhin einer Verschwörungstheorie an, dass Ministerpräsident Markus Söder daran Geld verdiene. Ein Beleg dafür gab es nicht. Seine Ehefrau Karin Baumüller-Söder ist Geschäftsführerin von Baumüller Services, einer Tochter der Firmengruppe Baumüller.

Auf Twitter schrieb Miazga: "Söders Frau, Karin Baumüller Söder macht jetzt an sog. #faceshields und verdient so an der Maskenpflicht, die ihr Mann in #Bayern nicht nur predigt, sondern sogar staatlich verordnet!" Daraufhin platzte Söder der Kragen und er schaltete einen Medienanwalt ein. Dies teilte eine Sprecherin dem BR mit. Er soll nun gegen die Seiten der AfD und gegen andere rechte Accounts, rechtliche Schritte einleiten und sie auf verbreitete Fake-News prüfen. Das war bereits die zweite Attacke auf den Ministerpräsidenten. Schon vor einigen Tagen erhielt der 53-Jährige ein Drohpaket per Post. Alle Informationen zu dem Vorfall, lesen Sie hier.

Firma spendet Masken

Die Information, dass die Firma Baumüller Services Masken herstellt, bestätigte das Unternehmen dem Bayerischen Rundfunk. Demnach wurden 210 Masken produziert. Sie wurden aber nicht verkauft. 200 von diesen Masken wurden an das Martha-Maria-Krankenhaus sowie die Frankenalb-Klinik Engelthal gespendet. Die übrigen 10 hat die Firma für die eigenen Mitarbeiter beziehungsweise als Muster gefertigt. Der BR zitiert den Pressesprecher der Firma folgendermaßen: "Es war zu keinem Zeitpunkt geplant, dass die Face Shields verkauft werden."

Ob und inwieweit ein Visier die Maske ersetzen kann, finden sie in dem Artikel:"Visier statt Mundschutz: Ist der Plastikschutz eine Alternative?"