Wegen der wahrscheinlich ansteckenderen Coronavirus-Variante Omikron gelten bereits seit 28. Dezember 2021 in Bayern verschärfte Regelungen. Nachdem Bund und Länder am Freitag (7. Januar 2022) erneut neue Corona-Regeln im Kampf gegen Omikron beschlossen haben, kam am Dienstag (11.01.2022) das Bayerische Kabinett zusammen, um Beschlüsse über die Umsetzung der Maßnahmen im Freistaat zu fassen. Hier ein Überblick, über die aktuellen Corona-Regeln in Bayern, die ab Mittwoch (12. Januar 2022) gelten. 

Corona-Regeln in Bayern: Das gilt aktuell im Freistaat

Am Dienstag (28. Dezember 2021) wurde die Corona-Maßnahmen in Bayern noch einmal verschärft. Und zwar für alle. Das Gesundheitsministerium hatte am Montag (27. Dezember 2021) noch einmal auf die Änderungen hingewiesen. Das Ministerium appellierte zudem an die Bevölkerung, die Bestimmungen auch wirklich einzuhalten. Nach dem Corona-Gipfel am 7. Januar 2022 wurden erneut Regelungen verschärft. Unter anderem beschlossen Bund und Länder 2G Plus in der Gastronomie. Dafür hagelte es Kritik, unter anderem vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und vom Ärzteverband. 

Corona-Schnelltests bei Mundschutzhandel.de kaufen

Die von Bund und Ländern beschlossenen Kontaktbeschränkungen wurden in Bayern größtenteils eins zu eins umgesetzt. Nur bei den Regeln für die Gastronomie geht Bayern einen anderen Weg: Der Freistaat bleibt bei 2G in Restaurants und Gaststätten. 

Seit dem 12. Januar 2022 gelten in Bayern folgende Maßnahmen:

  • Kontaktbeschränkungen: Ab 28. Dezember 2021 gelten auch für Geimpfte und Genesene Kontaktbeschränkungen: Nur noch maximal zehn Geimpfte und Genesene dürfen sich ab dann treffen - Kinder bis 14 Jahren sind davon ausgenommen.
  • Auch bei 2G-Regelungen und 2G-Plus-Erfordernissen werden Kinder unter 14 Jahren befreit. Diese Regel bleibt weiterhin bestehen. Die Ausnahme von 2G in der Gastronomie, im Beherbergungswesen sowie bei sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Eigenaktivität zugunsten minderjähriger Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig getestet werden soll auch künftig gelten - immer dann, wenn die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verlängert wird.
  • Die Beschränkungen für Ungeimpfte bleiben weiterhin unverändert bestehen. Damit dürfen sich Angehörige eines Haushalts nur noch mit maximal zwei Menschen aus einem weiteren Haushalt treffen, sobald mindestens ein Ungeimpfter daran teilnimmt.
  • Bei 2G Plus entfällt Testpflicht für Geboosterte direkt nach der Auffrischungsimpfung: Weiterhin sind Menschen, die eine Auffrischungsimpfung erhalten haben von der Testpflicht in Bereichen, in denen 2G Plus gilt, ausgenommen. Anders als bisher gilt man in Bayern nicht mehr erst nach 14 Tagen als geboostert, sondern sofort nach dem 3. Piks.
  • Testpflicht für Genesene, die sich nach der zweiten Impfung infiziert haben, entfällt: Zusätzlich entfällt die Pflicht zur Vorlage eines Testnachweises für Personen, die nach vollständiger Immunisierung (nach der zweiten Impfung) eine Infektion überstanden haben (Impfdurchbruch).
  • Quarantäne-Regeln werden angepasst: Ab sofort wird die Quarantäne-Dauer vereinheitlicht - 10 Tage für alle - für Kontaktpersonen ebenso wie für Infizierte. Ein PCR-Test ist nach Ablauf der Quarantäne nicht mehr notwendig. Es ist möglich, sich vor Ablauf der 10 Tage (nach 7 Tagen) freizutesten. Für Beschäftigte, die mit vulnerablen Gruppen arbeiten, ist dafür ein PCR-Test notwendig. Schüler und Schülerinnen können sich nach 5 Tagen freitesten. Personen in Isolation können sich nur dann freitesten, wenn sie vor der Testung 48 Stunden symptomfrei waren.
  • Geboosterte Personen müssen nicht mehr in Quarantäne: Geboosterte müssen auch als Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne, das gleiche gilt für frisch Genesene (nach der zweiten Impfung) und frisch Geimpfte (bis zu drei Monate nach der zweiten Impfung), sobald der Bund die hierfür notwendigen Rechtsänderungen vorgenommen hat. Das soll am Freitag (14. Januar 2022) oder am Samstag (15. Januar 2022) soweit sein. 
  • Die 3G-Regelung am Arbeitsplatz (geimpft, getestet, genesen) bleibt weiterhin bestehen.
  • 2G-Regel in Kinos, der Gastronomie, im Einzelhandel oder im Theater/bei Kulturveranstaltungen bleibt ebenfalls - in Ausnahmen gilt 2G Plus. Am Mittwoch (29. Dezember 2021) hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden, dass Bekleidungsgeschäfte nun wieder von der 2G-Regel ausgenommen sind.
  • Großveranstaltungen ohne Publikum: Nicht nur Sportveranstaltungen werden ohne Zuschauer ausgetragen - auch für große überregionale Kulturveranstaltungen gilt ein Zuschauerverbot.
  • Tanzveranstaltungen sind komplett untersagt - unabhängig davon, ob sie in Clubs oder Diskotheken oder außerhalb geplant waren.
  • Betriebe der kritischen Infrastruktur - zum Beispiel Feuerwehr, Polizei oder Krankenhäuser - müssen Pläne ausarbeiten, um Betrieb während der Pandemie zu jeder Zeit aufrechterhalten zu können.
  • Kitas: Ab dem 10. Januar 2022 haben Sorgeberechtigte eine Testnachweispflicht. Das bedeutet, sie müssen drei Mal in der Woche glaubhaft versichern, dass Kinder ab dem ersten vollendeten Lebensjahr einen negativen Selbsttest vorweisen können. Die Tests müssen montags, mittwochs und freitags erfolgen und werden vom Freistaat Bayern bezahlt. An der Vorgabe gibt es auch Kritik. Eine Elterninitiative aus Franken kritisiert den Aufwand als zu groß und macht sich für flächendeckende PCR-Tests auch in Kitas stark.
  • Schulen: Mit Schulbeginn am 10. Januar 2022 gilt in Bayerns Schulen wieder eine Testpflicht - auch für zweifach geimpfte oder genesene Schüler*innen. 
    • In Grund und Förderschulen wird zweimal pro Woche ein PCR-Pooltest durchgeführt (sogenannter "Lollitest").
    • In allen anderen Schulen wird dreimal die Woche getestet. Das machen die Schüler*innen selbst. Alternativ wird jeweils auch ein negativer PCR- oder POC-Antigen-Schnelltest akzeptiert.
Bestseller: Corona-Selbsttests bei Amazon ansehen

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach nützlichen Produkten für unsere Leser. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.