Das bayerische Landeskriminalamt hat seine Aufgaben gemacht. Am Freitag, 4. Mai, nahmen die Beamten nach langwierigen Ermittlungen drei Tatverdächtige fest und stellten 100 000 Euro Falschgeld sicher.

"Napoli-Group" - so werden die verschiedenen gefälschten Euro-Banknoten genannt, die durch Neapels beste Geldfälscher in der italienischen Metropole hergestellt werden. Nach Auffassung der Experten sind die italienischen Fälscher für die Herstellung jedes zweiten Euro-Falsifikats verantwortlich. Ihre Fälschungen gelten als außergewöhnlich gut.


Gefälschte Banknoten: Hinweis führt zu Verhaftungen


In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft München ist es gelungen, 100 000 Euro dieser hervorragend gefälschten Banknoten aus Neapel sicherzustellen. Vorausgegangen war ein Hinweis über gefälschte 50 Euro-Banknoten, die von Neapel nach München kommen sollten.

Nach langwierigen Ermittlungen klickten schließlich am 4. Mai die Handschellen - gegen 15 Uhr griffen die Ermittler mit Unterstützung des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) des BLKA zu und nahmen im Münchener Stadtgebiet zunächst einen 48-jährigen italienischen Staatsangehörigen
mit Wohnsitz in München fest. In seinem Gepäck befanden sich insgesamt 1500 Falsifikate zu 50 Euro und 100 Euro im Wert von 100 000 Euro.


Drei tatverdächtige festgenommen


Unmittelbar im Anschluss erfolgte auch die Festnahme zweier Komplizen in einer nahe gelegenen Osteria, eines 25- jährigen Italieners, der eigens aus Neapel mit angereist war, und eines 50-jährigen griechischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in München.

In den späten Nachmittagsstunden wurden darüber hinaus noch die drei Wohnobjekte der Tatverdächtigen durchsucht, wobei die Beamten einige digitale Speichermedien sicherstellten. Die Beschuldigten wurden bereits dem Haftrichter am Amtsgericht München vorgeführt, woraufhin dieser Haftbefehl wegen des Verdachts der Geldfälschung erließ.

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