Eigentlich sollen die Corona-Hilfsprogramme des Freistaates und des Bundes Unternehmen und Künstler in der Corona-Pandemie unterstützen. Allerdings gibt es mehr und mehr Betrüger unter den Antragsstellern, die die Programme ausnutzen und sich einfach daran bereichern wollen. Das meldet jetzt das Bayerische Landeskriminalamt in einer Pressemitteilung am Donnerstag (03. Dezember 2020). 

Beim BLKA sind bisher mehr als 1000 Verdachtsfälle von Subventionsbetrug bei Corona-Hilfen eingegangen. Insgesamt sind über 1400 relevante Vorfälle eingegangen. Die Ermittler arbeiten nun mit Hochdruck daran, mögliche Schäden durch den Betrug abzuwenden, heißt es vom Landeskriminalamt. In Bayern liegt die Höhe der beantragten Hilfen bei mindestens fünf Millionen Euro.

Härtefall: Täter versucht mit Scheinidentitäten 2,5 Millionen Euro zu ergaunern

Manche Betrüger geben beispielsweise vor ein Unternehmen zu haben und beantragen dann unter falschem Namen eine Corona-Hilfe. In einem besonders schwerwiegenden Fall, den das BLKA bearbeitet, hat ein Täter versucht, mithilfe von Scheinidentitäten in mindestens 91 Fällen in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Berlin Corona-Soforthilfe in Höhe von 2,5 Millionen Euro zu erlangen, so das BLKA.