Die Walpurgisnacht ist in weiten Teilen Bayerns vergleichsweise ruhig verlaufen. Die Münchner Polizei berichtete von knapp 60 Einsätzen und einigen "Randalierern". In den meisten Fällen blieb es bei den "üblichen Streichen". Sachbeschädigungen registrierte die Polizei etwa beim verbotenen Einsatz von Silvesterböllern. Einige Jugendliche hätten mit Eiern geworfen, sagte ein Münchner Polizeisprecher am Freitag.

Auch Rasierschaum kam bei den Streichen zum Einsatz. Verkehrsschilder wurden verrückt. Vielerorts sah man auf der Straße Toilettenpapier liegen. Im Stadtteil Neuhausen musste die Feuerwehr fünf brennende Mülleimer löschen. Ein in der Nähe geparktes Auto wurde dabei beschädigt. Der Schaden liegt bei 2500 Euro. Die Polizei ging von Brandstiftung aus.

In Franken berichtete die Polizei von etwa 60 Einsätzen im Zusammenhang mit der Walpurgisnacht. Vereinzelt gab es Schlägereien. Bei den Hexenfeuern, die beispielsweise im oberfränkische Wunsiedel beliebt sind, sei es jedoch weitgehend ruhig geblieben.

In der Oberpfalz lief die Walpurgisnacht nach Polizeiangaben nahezu "gesittet" ab. Es kam zu etwa 20 Einsätzen im gesamten Regierungsbezirk. Der Gesamtschaden belaufe sich auf rund 400 Euro.


Freinacht: Böller in Telefonzelle gezündet

In Poing in Oberbayern zündeten Unbekannte einen Böller in einer Telefonzelle; bei der Detonation wurde diese komplett zerstört. Verletzt wurde niemand; der Schaden liege bei etwa 5000 Euro, berichtete das Polizeipräsidium Oberbayern Nord. Mit etwa 70 Einsätzen in ihrem Gebiet sei die Freinacht jedoch "relativ ruhig" geblieben, zogen ein Sprecher am Freitag Bilanz.

Das Polizeipräsidium Rosenheim verzeichnete in der Nacht zum 1. Mai in südlichen Oberbayern samt der Stadt Rosenheim neun Einsätze. Insgesamt habe es aber in der Freinacht nur "wenige Sicherheitsstörungen" gegeben, berichtete die Polizei. Über die Stränge hätten etwa vier 13- bis 16-jährige Mädchen geschlagen; sie hätten in der Nacht einen Amtsgerichts-Anbau in Garmisch-Partenkirchen mit Graffiti besprüht.

Auch in Schwaben gab es nur wenige Einsätze. "Bei uns blieb es auffällig ruhig", sagte ein Polizeisprecher in Augsburg. In Niederbayern sei sogar nur ein Fall im Zusammenhang mit der Freinacht bekannt, wie die Polizei berichtete.