Die Beschneidung sei ein unverzichtbarer Bestandteil der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit in der Bundesrepublik, heißt es in dem Papier.

Nach einer Podiumsdiskussion in Augsburg einigten sich die Vertreter der Gemeinden auf die gemeinsame Stellungnahme. Darin appellieren sie an den Gesetzgeber, "Rechtssicherheit zu schaffen und so die Religionsfreiheit in der praktischen, rituellen Ausübung für alle Religionsgemeinschaften zu gewähren." Es bedürfe eines "rechtlich abgesicherten Rahmens auf der Basis der allgemeingültigen Rechtsordnung, der Schutz für die Familien und die ausführenden Ärzte gibt."

Es war das erste Mal, dass Vertreter der muslimischen Gemeinden und der Israelitischen Kultusgemeinde in Augsburg gemeinsam Stellung zu einem Thema nehmen. Mindestens zehn Prozent der Augsburger Bevölkerung gehören einer der beiden Religionen an. epd