Nach den Frostschäden zu Jahresbeginn habe die Trockenheit im Mai vor allem den fränkischen, aber auch einigen niederbayerischen Bauern zu schaffen gemacht. Daher gebe es weniger Ähren tragende Halme, erklärte Kick.
Wie hoch die Verluste im Norden ausfallen, könne der Bauernverband derzeit noch nicht abschätzen, sagte der Ernteexperte. Klar sei: "Auf den Kosten der Schäden bleiben die Landwirte selbst sitzen." Verlässliche Ergebnisse gebe es aber wohl nicht vor Ende August. Von der vermutlich schwachen Getreideernte in Teilen des Freistaats werde der Verbraucher nichts merken, versicherte Kick.
Im Gegensatz zu Nordbayern war die Wasserversorgung in Südbayern laut Bauernverband ausreichend. "Unterhalb der Donau sehen die Bestände gut aus", sagte Kick. Die Bauern dort stellten sich auf gute Ernteerträge ein. Dies gelte für alle Getreidearten.
Insgesamt lägen die bayerischen Bauern mit ihren diesjährigen Erträgen vermutlich im Durchschnitt. Allerdings warten die Landwirte noch auf Sonnentage, wie Kick schilderte. Besonders der Weizen benötige noch einige Sonnenstrahlen und nur noch wenige Schauer. Stünde das Getreide zu lange im Regen, leide die Qualität. Im schlimmsten Fall könne der Weizen nur noch als Futtergetreide für Tiere verwendet werden. Bei beständiger Witterung könne die Ernte in Kürze losgehen, sagte Kick. dapd