Rock im Park kann wie Strand sein. Drüben, am Dutzenteich. Gegenüber vom Nazi-Bau. Dort, wo die Zelte bis ans Ufer stehen. D4 steht auf dem Schild. Aber ob das überhaupt ein Zeltplatz ist, wissen Pepijn (19) und Melis (17) nicht. Seit Donnerstag sind die beiden Niederländer da. Zelten am Wasser, halb auf dem Überlauf aus Beton, halb auf dem Weg. Das geht. Sie haben Matten dabei. Und Bier.

Es ist Freitagnachmittag. Rock im Park läuft sich langsam warm. 75.000 Menschen, im Radio sagen sie dauernd 85.000 durch. Zwei davon sind Pepijn und Melis. Sie lassen es ruhig angehen. Trinken Bier, sprechen über Mädchen. Die deutschen Frauen. "Wow" sagt Melis, der jüngere. "Viel besser als erwartet", sagt Pepijn, der ältere. Beide grinsen. Fünf Tage bleiben sie. Die Eltern sind dabei. In der Stadt, im Hotel, weit weg. "Die beiden haben das Wochenende für sich", sagt Pepijn. So wie er und sein Bruder und die anderen 75.000. Für Metallica. Für Die Toten Hosen. Für Linkin Park. Frankens größte Party hat begonnen.