Die Spieler kannten kein Erbarmen, Mike Büskens musste eine Bierdusche nach der anderen über sich ergehen lassen. Klatschnass stand der Fürther Fußball-Trainer nach 1:1 (1:0) im letzten Zweitliga-Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf im Stadion und gönnte sich aus einem Drei-Liter-Glas einen großen Schluck Bier. Es war der Auftakt zur großen Aufstiegs-Party mit einem Autokorso in die Innenstadt und dem Empfang auf dem Rathausbalkon vor tausenden von Anhängern.

Nach dem Spiel mit Toren von Christopher Nöthe (33. Minute) für Fürth und Ken Ilsø per Freistoß (60.) zum Ausgleich für den Tabellendritten Düsseldorf brachen in der mit 15.500 Zuschauern ausverkauften Trolli-Arena alle Dämme. Die Fans stürmten auf den Platz und feierten mit den Spielern und Trainer Büskens den Aufstieg. "Dass ihr diesen Nimbus der Unaufsteigbaren abgelegt habt, darauf könnt ihr sehr stolz sein", rief Büskens den Fans über Mikrofon zu.

Eigens für die Aufstiegsparty hatte sich Büskens in Schale geworfen. "Heute ist ein besonderer Tag, ein Feiertag. Deshalb habe ich mir was Besonderes angezogen." Bei den ersten Bierduschen hatte Büskens den feinen Anzug aber schon wieder abgelegt. "Diese Mannschaft hat so viel Charakter, dass sie alles dafür tun wird, dass es nicht nur ein einjähriges Intermezzo in der Bundesliga wird", erklärte Büskens. "Für mich war das ein besonderer Tag."


Tabellenspitze zurückerobert


Die Fürther sind nach dem Unentschieden wieder Tabellenerster mit einem Punkt Vorsprung auf Eintracht Frankfurt. Die Saison kann damit am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel beim Absteiger Hansa Rostock auch noch als Primus beendet werden. Die Düsseldorfer waren dankbar für den einen wertvollen Punkt. "Das war sicherlich ein glücklicher Punkt", sagte Sascha Rösler, der schon früh verletzt ausgewechselt werden musste. "Wir wollten ein Endspiel, und das haben wir jetzt", sagte Fortuna-Coach Norbert Meier. "Wir können nach wie vor aus eigener Kraft die Relegation erreichen."




Die zweiwöchige Feier seit dem sicheren Bundesliga-Aufstieg war den Fürthern zu keinem Zeitpunkt anzumerken. Mitte der ersten Hälfte vergaben die Gastgeber gleich mehrere Großchancen, ehe Nöthe nach feiner Vorarbeit von Sercan Sararer das Führungstor köpfte. In der 82. Minute sah Fürths Stephan Fürstner Gelb-Rot - egal. In Unterzahl brachten die Gastgeber das Unentschieden über die Zeit.

Büskens ließ seine Zukunft bei den "Kleeblättern" auch nach dem Abpfiff des letzten Heimspiels offen. "Irgendwann wird es schon eine Entscheidung geben", sagte er zu seinem auslaufenden Vertrag. Dann gesellte er sich wieder zur Fürther Aufstiegsparty.