Bis zum Jahr 2036 werden rund 13,5 Millionen Menschen in Bayern leben - über eine halbe Million mehr als heute. Grund dafür sind aber nicht die steigenden Geburtenzahlen, sondern die Zuwanderung vor allem aus anderen europäischen Staaten, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in München mitteilte.

Ohne positiven Wanderungssaldo würde die bayerische Bevölkerung bis zum Jahr 2036 um mehr als vier Prozent schrumpfen. Denn es sterben mehr Menschen als geboren werden. "Dieser Trend wird den Vorausberechnungen zufolge anhalten", betonte Herrmann.

Den größten Zuwachs bis zum Jahr 2036 prognostizieren die Statistiker für Oberbayern (+10 Prozent), danach folgen Schwaben (+4,5 Prozent), Niederbayern (+3,6 Prozent), Mittelfranken (+2,9 Prozent) und die Oberpfalz (+1 Prozent). Rückgänge werden dagegen für Unterfranken (-3,5 Prozent) und Oberfranken (-5,9 Prozent) erwartet.

Besonders in den Metropolregionen sei das Bevölkerungswachstum ausgeprägt, sagte Herrmann. München werde um zwölf Prozent, also um rund 175.000 Einwohner, wachsen, Fürth als wachstumsstärkste Stadt Mittelfrankens um 8,3 Prozent. In Stadt und Landkreis Regensburg sollen 8,8 und 7,4 Prozent mehr Menschen leben.

Mit der wachsenden Bevölkerungszahl wird den Berechnungen zufolge auch das Durchschnittsalter der Menschen im Freistaat bis 2036 steigen: von 43,6 Jahren auf 46 Jahre. Innenminister Herrmann beruft sich mit den Zahlen auf die neue regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung des Bayerischen Landesamts für Statistik, die er am Montag der Öffentlichkeit vorstellte.