Für 3,7 Millionen Menschen - unter ihnen 740 000 Kinder unter fünf Jahren - sei die Ernährung nicht gesichert, heißt es weiter. Viele Südsudanesen würden bereits jetzt Gräser und Knollen essen - wie in Zeiten einer Hungersnot.

Der Südsudan ist seit 2011 unabhängig und damit der jüngste Staat Afrikas. Seit Monaten tobt ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem Rivalen Riek Machar. Beide repräsentieren unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Hunderttausende Menschen sind wegen der Gewalt auf der Flucht.

Unicef befürchtet, dass es für die Südsudanesen noch schlimmer kommen könnte. «Wenn der Konflikt andauert und die Bauern die Anbauzeit verpassen, werden wir ein noch nie dagewesenen Ausmaß an Unterernährung von Kindern sehen», sagte der UNICEF-Beauftragte für Südsudan, Jonathan Veitch.

Um die drohende Hungersnot im Südsudan zu bekämpfen, benötigt das Kinderhilfswerk nach eigenen Angaben 38 Millionen Dollar (27,4 Millionen Euro). Bislang sind nur 4,6 Millionen Dollar an Hilfsgeldern eingegangen.