Die Regierungsgegner haben jede Kompromisssuche abgelehnt und wollen erst abziehen, wenn die Regierung zurückgetreten ist. Sie werfen ihr Korruption und Vetternwirtschaft vor.

Mehrere tausende Demonstranten marschierten am Donnerstag erneut in Bangkok. Es war der elfte Tag der angekündigten Blockade der Hauptstadt. Allerdings sind weite Teile der Acht-Millionen-Metropole von den Protesten unberührt. Die Demonstranten halten sich überwiegend im Geschäfts- und Regierungsviertel auf.

Anführer Suthep Thaugsuban legte mit einigen tausend Anhängern stundenweise die belebte Sukhumvit Road mitten in Bangkok lahm. Eine andere Gruppe umzingelte das Büro der Generalstaatsanwaltschaft. Sutheps Ziel ist es, die Arbeit der Regierung so zu stören, dass die nicht mehr handlungsfähig ist. Sie wollen auch die Wahlen am 2. Februar verhindern.

Regierung und Wahlkommission sind sich nicht einig, wer für eine etwaige Verschiebung des Wahltermins zuständig wäre. Einige der fünf Kommissionsmitglieder hatten sich für eine Verschiebung ausgesprochen, unter anderem, weil in 28 Wahlkreisen im Süden des Landes wegen der Blockaden der Demonstranten keine Kandidaten registriert werden konnten. Sie riefen das Verfassungsgericht an. Es wollte sich am Freitag äußern.