«Es ist nötig, die humanitäre Hilfe zu verstärken. Wir müssen und können unsere Aktivitäten ausweiten.» Helfer des IKRK hätten in den letzten Tagen über die Frontlinie hinweg Hilfsgüter in die Region Hula und andere Gebiete bringen können. Die Hilfe werde inzwischen von den Konfliktparteien besser akzeptiert. 2012 habe das IKRK zusammen mit dem syrischen Roten Halbmond 1,5 Millionen Menschen in Syrien unterstützt. Das Rote Kreuz helfe allen Notleidenden, auch in den Gebieten unter Kontrolle der Rebellen, sagte der IKRK-Vertreter.

Zugleich bedauerte er, dass die syrische Regierung entgegen Zusagen von Präsident Baschar al-Assad im September dem Roten Kreuz bislang keine weiteren Besuche von Gefangenen ermöglicht habe. Der syrische Außenminister Walid al-Muallim habe jetzt bei einem Gespräch in Damaskus erklärt, der Zugang zu den Häftlingen werde demnächst ermöglicht. Zuletzt hatten IKRK-Vertreter im Mai 2012 Gefängnisse in Damaskus und Aleppo besuchen können.