Papst Franziskus hat angesichts der Corona-Pandemie von den Politikern mehr Geld für das Gesundheitswesen und mehr Anerkennung für die Beschäftigten dort gefordert.

«In vielen Ländern hat die Pandemie auch die Mängel des Gesundheitssystems ans Licht gebracht», erläuterte das katholische Kirchenoberhaupt zum Internationalen Tag der Pflegenden am Dienstag. Weiter hieß es in Rom: «Daher wende ich mich an die politischen Verantwortungsträger in aller Welt, damit sie in die Gesundheit - ein grundlegendes Allgemeingut - investieren, Strukturen ausbauen und weitere Pflegende einstellen, um so allen eine angemessene Fürsorge zu gewährleisten, bei der die Würde eines jeden Menschen geachtet wird.»

Die Krankenpfleger, Schwestern sowie Hebammen hätten ein Recht darauf, «mehr geschätzt und besser an den Prozessen beteiligt zu werden, die die Gesundheit der Einzelnen und der Gesellschaft betreffen». Der 83-Jährige forderte bessere Arbeitsbedingungen. «Täglich hören wir von Beispielen des Muts und der Aufopferung der im Gesundheitswesen Tätigen (...)», erläuterte Franziskus.

Der Papst betet während der Corona-Krise regelmäßig für die Menschen im Gesundheitswesen und lobt ihre Leistungen. Italien ist von der Covid-19-Krankheit mit über 30 000 Todesfällen sehr stark getroffen. Auch im Vatikan gab es Infektionen, aber von dort wurden keine Corona-Toten gemeldet.