Präsidentschaftskandidat José Domingo Arias von der Regierungspartei Cambio Democrático und Juan Carlos Varela von der oppositionellen Partido Panameñista lagen in den jüngsten Umfragen fast gleichauf. Auch der frühere Bürgermeister von Panama-Stadt, Juan Carlos Navarro, darf sich noch Hoffnungen auf das höchste Staatsamt machen.

Die drei Favoriten gaben bereits am frühen Morgen ihre Stimmen ab. «Nach der Wahl müssen wir darüber nachdenken, was passiert ist und das Land voranbringen», sagte Arias im Fernsehen. Er forderte eine Rückbesinnung auf moralische Werte und gegenseitigen Respekt.

Im Wahlkampf hatten alle Kandidaten schwere Vorwürfe gegeneinander erhoben. Beobachter sprachen von einer Schmutzkampagne. Als Geste der Versöhnung hatten Arias, Varela und Navarro am Samstag gemeinsam eine Messe besucht.

Eine echte inhaltliche Debatte fand im Wahlkampf nicht statt. Die Kandidaten machten hingegen Wahlversprechen und attackierten ihre Kontrahenten. Die größten Herausforderungen für den künftigen Präsidenten dürften der Ausbau der Infrastruktur, der Kampf gegen die Korruption und die wachsende soziale Ungleichheit sein.

Der amtierende Präsident Ricardo Martinelli sagte bei seiner Stimmabgabe, er habe das Land in den vergangenen fünf Jahren zum Guten verändert: «Die Panamer haben mehr Lebensqualität und die Jugend kann wieder träumen.»

Die Wahllokale schließen um 16.00 Uhr (23.00 Uhr MESZ). Erste Ergebnisse werden gegen 20.00 Uhr (3.00 Uhr MESZ Montag) erwartet.