«Alle sollten mehr dafür tun, damit aus diesen Kindern keine verlorene Generation wird«, sagte der Vorstandsvorsitzende Christoph Waffenschmidt am Freitag in Berlin. Die Kinder litten am meisten unter dem Bürgerkrieg, die internationale Gemeinschaft werde aber nur zögernd tätig. Viele aus ihrer Heimat geflohene Kinder und Jugendliche empfänden ihr Leben als perspektivlos.

Zu traumatischen Erlebnissen im Krieg komme eine Bildungskrise hinzu, so Waffenschmidt. Nur 38 Prozent der syrischen Flüchtlingskinder im Libanon beispielsweise besuchten noch eine Grundschule, nur zwei Prozent weiterführende Schulen. Auch gebe es Hinweise auf den Einsatz von Jungen als Kindersoldaten. Die Mädchen gerieten in die Gefahr, sehr jung verheiratet zu werden, da ihre Familien sie nicht mehr versorgen könnten.

Deutschland tue bereits viel, aber die Hilfe müsse ausgebaut werden, fordert das Kinderhilfswerk. Denn auch die Spendenbereitschaft von Privatpersonen für Syrien sei mäßig. Der Trend gehe eher er zur Einmalspende für eine Naturkatastrophe oder für nahe Ereignisse wie beispielsweise die Flut in Deutschland.