Mindestens 50 weitere Menschen seien verletzt worden. Bei zwei anderen Anschlägen tötete Al-Kaida nach Medienberichten fünf weitere Huthi-Rebellen. Die Aufständischen halten seit einer Woche wichtige militärische Stellungen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa besetzt. Die Schiiten fordern mehr politische Mitbestimmung im sunnitisch regierten Jemen.

In der Provinz Marib nordöstlich von Sanaa hatten die Attentäter nach Angaben von Augenzeugen ein Auto in ein Krankenhaus gesteuert, in dem sich Anhänger des Huthi-Stammes versammelt hatten. Zum Anschlag bekannte sich die Al-Kaida nahe stehende Gruppe Ansar al-Scharia. Die jementische Zeitung Mareb Press bestätigt den Anschlag, machte jedoch keine Angaben über Opferzahlen. Auch die Huthis äußerten sich zunächst nicht.

Weitere Attacken gab es Medienangaben zufolge nahe Sanaa. Extremisten hätten auf einen fahrenden Wagen südlich der Hauptstadt geschossen und dabei fünf Huthi-Rebellen getötet, meldete die jemenitische Nachrichtenseite Al-Masdar Online. Zwei weitere Huthi-Kämpfer seien durch einen Sprengsatz nördlich von Sanaa verletzt worden, meldete Mareb Press. Zu beiden Anschlägen bekannte sich nach diesen Angaben ebenfalls Al-Kaida.

Zuvor hatten Extremisten am Samstag eine Rakete auf die US-Botschaft in Sanaa abgeschossen. Das Geschoss sei 150 Meter von dem besonders gesicherten Gebäude entfernt eingeschlagen und habe zwei Wachleute verletzt und Autos zerstört, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Arabija. Zu dem Anschlag bekannte sich laut Al-Masdar Online die Terrorgruppe Ansar Al-Scharia.

Die Huthi-Rebellen hatten mehrere Wochen lang vor der Hauptstadt Sanaa demonstriert und kontrollieren sie seit gut einer Woche. Am Sonntag vor einer Woche war der jemenitische Ministerpräsident zurückgetreten, führende Politiker hatten mit den Rebellen ein Friedensabkommen unterzeichnet. Am Samstag hatten die Rebellen erneut bekräftigt, einer Entwaffnung und einem Rückzug zuzustimmen.

Die am Samstag unterzeichnete Sicherheitsvereinbarung ist Teil des Friedensabkommens, auf das sich die Rebellen und die Regierung unter UN-Vermittlung verständigt hatten.