Costa Rica habe offensichtlich beschlossen, sich in dem Konflikt um ölreiche Gebiete auf die Seite Kolumbiens zu stellen, hieß es am Freitag (Ortszeit) in einer Erklärung im Internetportal der nicaraguanischen Regierung.

Die Regierungen in San José und Bogotá werfen Nicaragua vor, auf dem Weltmarkt Ölbohrrechte in Gewässern anzubieten, die ihm gar nicht gehören. Im November vergangenen Jahres hatte der Internationale Gerichtshof die Seegrenzen neu festgelegt und Nicaragua über 90 000 Quadratkilometer zusätzliches Hoheitsgebiet zugesprochen. Kolumbien hat das Urteil zurückgewiesen.

Zuletzt hatte auch Costa Rica erklärt, die Regierung in Managua fälsche den Grenzverlauf und verletze die Souveränität des Nachbarlands. «Die Forderungen und Ansprüche Costa Ricas entbehren jeder Grundlage und machen deutlich, dass in Wahrheit politische Interessen dahinterstecken», sagte der nicaraguanische Vertreter vor dem Internationalen Gerichtshof, Carlos Argüello.