«Wir sind alle Moshe Silman», schrieben die Demonstranten nach Medienangaben am Samstag in großen Lettern auf eine Straße in Tel Aviv.

Der 57-jährige Silman hatte sich vor einer Woche am Rande einer Demonstration mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet und angezündet. Nach Angaben seiner Familie hatte er schwere geschäftliche und gesundheitliche Probleme, und erhielt keine angemessene staatliche Unterstützung.

Die soziale Protestbewegung in Israel hatte im Juli vergangenen Jahres mit einem Zeltlager in Tel Aviv begonnen. Es kam zu wöchentlichen Demonstrationen gegen die hohen Lebenshaltungskosten. Ihren Höhepunkt fanden die Proteste im September, als mehr als 400 000 Menschen in ganz Israel auf die Straße gingen und soziale Gerechtigkeit forderten.