Die Polizisten hätten Schilde und Schlagstöcke abgeben und die Gebietsstaatsanwaltschaft durch einen «Korridor der Schande» aufgebrachter Demonstranten verlassen müssen. Separatisten hissten die Flagge der selbst ernannten Volksrepublik Donezk.

Zuvor hatten zum Teil maskierte Männer das Gebäude mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Brandsätzen attackiert. Das örtliche Internetportal ostro.org berichtete, es habe Verletzte auf beiden Seiten gegeben. Ein gepanzertes Fahrzeug der Regierungseinheiten habe umkehren müssen, nachdem es von Aktivisten angegriffen worden war.

Die Situation war nach einem Protestzug Tausender prorussischer Demonstranten eskaliert. Aktivisten warfen der Staatsanwaltschaft des Gebiets vor, Handlanger der Regierung in Kiew zu sein. Die Menge forderte in Sprechchören einen Anschluss an Russland nach dem Vorbild der Halbinsel Krim und schwenkte russische Flaggen.

In Donezk halten Separatisten seit Wochen die Gebietsverwaltung besetzt und haben eine Volksrepublik ausgerufen. Sie wollen am 11. Mai in einem Referendum über eine Abspaltung von Kiew entscheiden lassen.