Das Weiße Haus habe sich einstimmig für den Austausch gegen fünf Terrorverdächtige aus dem Gefangenenlager Guantánamo Bay entschieden. «Dies war die richtige Entscheidung aus den richtigen Gründen», sagte Hagel. «Wir lassen unsere Leute nicht zurück.» Ob Bergdahl seinen Posten in Afghanistan tatsächlich verließ und desertierte, müsse noch untersucht werden.

Die geplante Willkommensfeier in Bergdahls Heimatort wurde derweil aus Gründen «öffentlicher Sicherheit» abgesagt. Der 8000 Einwohner zählende Ort Hailey im US-Staat Idaho besitze nicht die nötige Infrastruktur, um dem Ansturm von Unterstützern und Gegnern des umstrittenen Gefangenenaustauschs gerecht zu werden, teilten die Veranstalter mit. Wegen des großen Medienechos gingen viele Amerikaner mittlerweile davon aus, dass die Feier als eine Art «Militärparade» gedacht sei.

Wann der 28-Jährige seine Heimreise aus der Pfalz antreten kann, war noch unklar. Er werde nach wie vor im Landstuhl Regional Medical Centre (LRMC) behandelt und sei in stabiler Verfassung, sagte ein LRMC-Sprecher am Donnerstag. Wann er Deutschland verlassen könne, hänge davon ab, welche Fortschritte er mache.