Kim habe die Anweisungen in einer «wichtigen» Abschlussrede zu einem erweiterten Treffen der zentralen Militärkommission der Arbeiterpartei getroffen, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag. Neben organisatorischen Fragen habe der Ausbau der militärischen Kapazitäten im Mittelpunkt gestanden.

Einzelheiten wurden nicht genannt. Doch wurde der Bericht in Südkorea als weiterer Hinweis dafür gesehen, dass das kommunistische Nachbarland jederzeit einen dritten Atomtest unternehmen könnte. Nordkorea hatte im Januar den Atomversuch sowie weitere Raketentests aus Protest gegen die Ausweitung von UN-Sanktionen gegen das Land angekündigt. Der Weltsicherheitsrat hatte den Sanktionsbeschluss wegen eines umstrittenen nordkoreanischen Raketenstarts im Dezember verabschiedet. Auf die ersten Atomtests in Nordkorea 2006 und 2009 hatte das höchste UN-Gremium ebenfalls die Sanktionen verschärft.

Die Streitkräfte der USA und Südkoreas bereiteten sich unterdessen auf ein neues gemeinsames Seemanöver vor der Ostküste der koreanischen Halbinsel vor. Die seit längerem geplanten Übungen von Montag bis Mittwoch dienten der Raketen- und U-Boot-Abwehr, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul. An der geplanten Übung nehmen unter anderem das Atom-U-Boot «San Francisco» sowie ein Zerstörer mit dem Aegis-Warn- und Feuerleitsystem der amerikanischen Streitkräfte teil. Die USA haben derzeit 28 500 Soldaten als Abschreckung gegen Nordkorea in Südkorea stationiert.

Nordkorea verurteilt die Manöver der beiden Länder als Vorbereitung zu einem Angriff. Die USA und Südkorea bestreiten das.