Dies ist das Ergebnis einer am Dienstagabend in Marrakesch veröffentlichten Studie der «Lobby- und Kampagnenorganisation One».

30 Länder in Afrika südlich der Sahara haben demnach seit 2010 deutliche Fortschritte auf dem Weg zu den sogenannten Millennium-Entwicklungsziele der UN erzielt. 16 Staaten - wie Ruanda, Äthiopien, Malawi, Ghana, Uganda, Benin und Burkina Faso - könnten extreme Armut bis 2015 halbieren. In Nigeria, dem mit 156 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Staat Afrikas, gebe es aber eher Rückschritte. Entscheidenden Anteil für Fortschritte hätten die Ausgaben der Staaten für Gesundheit, Bildung und Landwirtschaft.

Positives Beispiel sei Äthiopien. Seit 2000 seien zehn Millionen Menschen aus extremer Armut befreit worden. Der Staat habe in dieser Zeit 45 Prozent der Ausgaben für Gesundheit, Landwirtschaft und Bildung ausgegeben. «One» beklagt, dass afrikanische Staaten und Geberländer Zusagen für Investitionen in den Bildungs-, Gesundheits- und Agrarbereich nicht einhielten. Zudem mangele es oft an Transparenz bei der Verwendung von Geldern.