In der Ministerrunde ist auch eine Frau. Wie die jordanische Nachrichtenagentur Petra berichtete, leitet Rim Mamduh Abu Hassan das Ministerium für soziale Entwicklung.

Die Regierungsbildung ist ein weiterer Schritt im Reformplan des Königs. Auch in Jordanien gibt es seit Beginn des arabischen Frühlings immer wieder Massenproteste gegen das Herrscherhaus. Abdullah II gab den Volksvertretern nun das Recht, den Regierungschef und die Mitglieder des Kabinetts «in Abstimmung» mit dem Herrscher zu bestimmen. Bislang hatte der König alleine den Ministerpräsidenten ausgewählt.

Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass Jordanien jetzt zur Ruhe kommt. Das Land leidet unter einer Energiekrise. Auch die wachsende Zahl syrischer Flüchtlinge sorgt für Zündstoff in dem 6,5-Millionen-Einwohner-Land. Die wichtigste Oppositionskraft, die Muslimbruderschaft, ist im Parlament wegen ihres Wahlboykotts nicht vertreten.