Der Pilot habe mit dem Fallschirm abspringen können, teilte die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Großbritannien mit. Die Zeitung «Haaretz» berichtete von einem Piloten und einem Navigator, die sich gerettet hätten.

Das Flugzeug habe sich 800 Meter westlich der Grenzlinie nach Israel bewegt und sei dann umgekehrt. Das Flugzeug sei bereits auf dem Rückweg gewesen, als es von der israelischen Rakete getroffen wurde. Der Jet befand sich demnach in einer Höhe von 10.000 bis 14.000 Fuß (etwa 3048 bis 4267 Meter), als er abgeschossen wurde.

«Haaretz» zufolge handele es sich um eine Maschine vom Typ «Suchoi 24». Zuvor hatte es geheißen, das Flugzeug sei eine «MiG-21» gewesen. Der Jet soll nahe Kunaitra abgestürzt sein.

Das syrische Fernsehen bestätigte den Abschuss. Es zitierte eine militärische Quelle, die Israel vorwarf, damit islamistische Rebellen zu unterstützen.

Israel betonte, es werde derartige Vorfälle nicht akzeptieren. Verteidigungsminister Mosche Jaalon sagte in einer Mitteilung: «Wir haben es in der Vergangenheit klar gemacht und wir betonen es auch jetzt: Wir werden niemandem - weder einem Staat noch einer terroristischen Organisation - erlauben, unsere Sicherheit und Souveränität zu gefährden». Jeder Versuch, ob absichtlich oder versehentlich, werde beantwortet.

In Syrien tobt seit mehr als drei Jahren ein Bürgerkrieg. Bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen schlagen immer wieder auch Geschosse in Israel ein. Israel erwidert den Beschuss gewöhnlich. Es ist allerdings das erste Mal seit den 80er Jahren, dass Israel ein syrisches Flugzeug abschießt.

Ein Großteil der syrischen Golanhöhen ist von Israel besetzt. 1974 vereinbarten beide Länder einen Waffenstillstand, den die Vereinten Nationen beobachten.