Demnach werden die Inspekteure am Dienstag und Mittwoch die Uranmine Saghand sowie eine Anlage in Ardakan besuchen. In der Fabrik wird das Erz aus der Saghand-Mine zu einem Gemisch aus Uranverbindungen verarbeitet. In einer weiteren Anlage in Isfahan wird daraus Uran gewonnen.

Der Iran versucht zurzeit, seinen Atomstreit mit dem Westen beizulegen. Im Kern geht es darum, dass der Iran den friedlichen Charakter seines Atomprogramms nachweist und Bedenken des Westens ausräumt, heimlich Atomwaffen zu entwickeln.

Um einer Lösung im Atomstreit näher zu kommen, will der Iran seinen im Bau befindlichen Schwerwasserreaktor in Arak modifizieren. Der Bau werde deshalb zwei bis drei Jahre länger dauern, sagte der iranische Vizepräsident und Atomchef Ali Akbar Salehi laut Nachrichtenagentur ISNA am Samstag.

Der Atomreaktor nördlich der mitteliranischen Stadt Arak würde nach einer Inbetriebnahme Plutonium produzieren, das für Atombomben dienen könnte. Deshalb forderte der Westen, den Reaktor zu schließen oder zu einem Leichtwasserreaktor umzubauen.

Nach Angaben von Salehi soll die Anlage nach dem Umbau weiter ein Schwerwasserreaktor bleiben, aber nur noch ein Fünftel des ursprünglich geplanten Plutoniums herstellen. Damit hoffe Teheran auch diesen Streitpunkt in den Verhandlungen mit den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland auszuräumen.