Zehn weitere wurden verletzt. Bewaffnete Männer seien in die «Deeper Life»-Kirche in der Stadt Gombe eingedrungen und hätten die Gläubigen erschossen, sagte Ishaya Bako, ein Mitarbeiter der Kirche, der Nachrichtenagentur dpa. Unter den Opfern ist auch die Frau des Pastors.

Bisher bekannte sich niemand zu der Tat, jedoch wird vermutet, dass die radikalislamische Sekte Boko Haram für die Attacke verantwortlich ist. Zuvor war ein Ultimatum abgelaufen, das die Gruppe am Montag den Christen im islamisch geprägten Norden des Landes gestellt hatte: Sie sollten innerhalb von drei Tagen die Region verlassen, sonst würden weitere Angriffe folgen. Bereits am Mittwoch waren drei Bomben in den nördlichen Städten Maiduguri und Damaturu explodiert. Dabei gab es keine Todesopfer.

Die Boko Haram, die sich selbst auch die «nigerianischen Taliban» nennt, hatte über Weihnachten bei mehreren Bombenanschlägen auf Kirchen insgesamt mehr als 50 Menschen getötet. Daraufhin verhängte Präsident Goodluck Jonathan vorübergehend den Ausnahmezustand über vier Regionen und ließ die Grenzen zu Nachbarländern schließen.

Die Gruppe lehnt jeden westlichen Lebensstil und das Christentum strikt ab. Sie terrorisiert schon seit Jahren den Norden Nigerias.