Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) will eine geplante Rede von AfD-Chefin Frauke Petry im historischen Rathaus der Stadt mit allen rechtlichen Mitteln verhindern. Vergangene Woche lehnt Gribl ein Redeverbot noch ab.

Das Rathaus sei ein "besonders sensibler Ort" und diene unter anderem als Holocaust-Gedenkstätte. Gribl befürchtet verfassungsfeindliche Erklärungen der AfD-Chefin und kündigte deswegen am Dienstag an, noch im Laufe der Woche ein Hausverbot gegen Petry aussprechen oder die Veranstaltung gänzlich untersagen zu wollen.

Die Augsburger AfD hatte trotz der umstrittenen Äußerungen Petrys zum Schusswaffengebrauch an der Grenze entschieden, an dem für Freitag kommender Woche geplanten Neujahrsempfang mit Petry als Rednerin festzuhalten. Dies sei Ausdruck der Meinungsfreiheit und gelebter Demokratie.