• Eine Mutter aus Nordrhein-Westfalen hat ihren zweijährigen Sohn Anakin verhungern lassen

  • Nun wurde die Frau verurteilt - Ihr Anwalt will in Revision gehen

    Der zweijährige Anakin hatte kein schönes Leben - es war kurz und geprägt von vielen Qualen. Schuld daran war seine Mutter, die ihm eigentlich ein sicheres Heim bieten sollte. Doch das tat sie nicht. Im Gegenteil: Sie lieg ihren kleinen Sohn verhungern - zum Schluss bestand der kleine Junge nur noch aus Haut und Knochen. Besonders tragisch ist, dass auch Anakins Schwester fast an Unterernährung gestorben wäre.

    Im Prozess um den Hungertod des Zweijährigen ist die Mutter nun zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Sie sei der vorsätzlichen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig, hieß es. Die Mutter von zehn Kindern habe sich nicht ausreichend um ihren Sohn gekümmert und ihn verhungern lassen, zeigten sich die Richter am Freitag am Landgericht im westfälischen Arnsberg überzeugt.


    Anakin und seine Schwester waren am Ende ihres Martyriums bis auf die Knochen abgemagert. Anakin war dann im Krankenhaus gestorben. Seine Schwester überlebte nur knapp.
    Das Gericht lag damit geringfügig unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die vier Jahre Gefängnis gefordert hatte.

    Der Verteidiger der Frau aus dem Raum Winterberg hatte sich für eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung ausgesprochen. Er kündigt an, gegen das aus seiner Sicht zu harte Urteil in Revision zu gehen. Die Entscheidung des Gerichts ist noch nicht rechtskräftig.

    Prozess um verhungertes Kind: Mutter bestreitet Vorsatz