Die gute Nachricht: Bald ist es länger hell. Die schlechte: Wir müssen eine Stunde früher aufstehen. Denn Ende des Monats steht die Zeitumstellung auf die Sommerzeit 2016 an. Viele Menschen haben dazu einige Fragen: Wann wird die Uhr umgestellt? Muss ich die Uhr vor- oder zurückstellen? Was bringt die Sommerzeit? Wie komme ich mit der Müdigkeit klar? Und: Klappt die Umstellung bei meinem Smartphone automatisch?

Wann steht die Zeitumstellung auf die Winterzeit an?


Zeitumstellung 2016: Wann beginnt die Sommerzeit 2016?

Die Sommerzeit beginnt am letzten März-Wochenende 2016, in der Nacht von Samstag, 26. März auf Sonntag, 27. März. Deshalb hat der 27. März nur 23 Stunden.


Sommerzeit: Wie muss ich die Uhr umstellen?

Dabei müssen die Uhren nachts um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt werden. Das bedeutet, dass uns eine Stunde genommen wird.


Wann endet die Sommerzeit?

Die Sommerzeit endet jeweils am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr. Dann werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt und die Winterzeit beginnt.


Was ist die Normalzeit?

Normalzeit ist der korrekte Begriff für Winterzeit. Es ist die offizielle Bezeichnung für den umgangssprachlichen Ausdruck Winterzeit. Die Sommerzeit ist somit eine Erfindung.


MESZ, MEZ und UTC: Wofür stehen die Kürzel bei der Zeitumstellung?

MESZ bezeichnet die Mitteleuropäische Sommerzeit, während mit der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) die Normal- beziehungsweise Winterzeit gemeint ist. Beide Nutzen als Referenz die Coordinated Universal Time (UTC): Die Zeitdifferenz der MESZ zur Koordinierten Weltzeit beträgt zwei Stunden (UTC+2), die Normalzeit (MEZ) weicht dagegen nur eine Stunde ab (UTC+1).


Wie merke ich mir die Zeitumstellung?

Für die Sommerzeit wird die Uhr eine Stunde vorgestellt, für die Winterzeit eine Stunde zurück. Die Nutzer von infranken.de haben auf Facebook einige hilfreiche Merksprüche zur Zeitumstellung abgegeben. User Markus Will empfiehlt: "Im SOmmer vOr - im WInter hInter". Gitte Wagner schreibt: "Im Frühling stelle ich den Liegestuhl VOR die Türe und im Winter wieder ZURÜCK."


Stellt sich die Zeit auf meinem Smartphone automatisch um?

Smartphones stellen sich in der Regel in der Nacht auf Sonntag automatisch um, sofern man dem Gerät die Erlaubnis dazu erteilt hat. Bei Android aktiviert man dafür in den Einstellungen unter "Datum & Uhrzeit" die Funktion "Autom. Datum/Uhrzeit". Ähnlich funktioniert das beim iPhone: In den Einstellungen gelangt man über den Unterordner "Allgemein" zur Funktion "Datum & Uhrzeit". Dann muss die Option "Automatisch einstellen" aktiviert werden.


Was bringt die Umstellung auf die Sommerzeit?

Effekt der Zeitumstellung ist, dass es abends eine Stunde länger hell bleibt.


Warum gibt es die Zeitumstellung auf die Sommerzeit?

In Deutschland wurde die Sommerzeit eingeführt, um Strom zu sparen, da es abends länger hell ist. Außerdem können Berufstätige nach Feierabend länger draußen bleiben.


Wann wurde die Sommerzeit eingeführt?

Die Zeitumstellung auf die Sommerzeit wurde in Deutschland im Jahre 1980 eingeführt. Seit 1996 stellen die Menschen in allen EU-Ländern einheitlich die Uhren am letzten Sonntag im März um.


Wann gab es in Deutschland zum ersten Mal Sommerzeit?

Von 1916 bis 1918. Das Kaiserreich wollte während des Ersten Weltkrieges die Arbeitskraft in der Rüstungsindustrie durch mehr Tageslicht besser nutzen. Auch von 1940 bis 1949 galt die Sommerzeit. 1947 wurden die Uhren gar zwei Stunden vorgestellt, um nach dem Zweiten Weltkrieg mehr Tageslicht beim Wiederaufbau der Infrastruktur zu haben. Unter dem Eindruck der Ölkrise von 1973 rückte die Sommerzeit erneut in den Fokus und wurde 1980 wieder eingeführt - zeitgleich mit der DDR. Das Ziel: Energie sparen.


Welche Kritik gibt es an der Zeitumstellung?

Der Protest gegen die Zeitumstellung ist groß. Denn es gibt verschiedene Studien, die belegen, dass der Energiespareffekt ausbleibt. Das sagt zum Beispiel das Umweltbundesamt. Zwar knipsen wir durch die Zeitumstellung im Sommer tatsächlich abends weniger häufig das Licht an - im Frühjahr und Herbst jedoch wird in den Morgenstunden dafür mehr geheizt. Unter dem Strich gibt es durch die Sommerzeit allein keine Ersparnis. Zudem mehrt sich die Kritik an der Umstellung aus gesundheitlichen Aspekten.


Wer fordert die Abschaffung der Zeitumstellung auf die Sommerzeit?

Die Abschaffung der Sommerzeit wird alle Jahre wieder zur Diskussion gebracht. Vor zwei Jahren hatte sogar die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ein Ende der Sommerzeit gefordert. Und auch vor der Sommerzeit 2015 forderte Aigner wieder, diesmal zusammen mit der CSU-Europagruppenchefin Angelika Niebler, die Uhr nicht mehr umzustellen.


Was sind die Risiken der Zeitumstellung auf die Sommerzeit?

Laut einer Langzeit-Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit ist die Sommerzeit im Frühling ungesund. So bringe die Umstellung die innere Uhr durcheinander, so dass viele Menschen nach der Umstellung unter Schlafstörungen leiden. Die Sommerzeit wirkt wie ein kleiner Jetlag. Übernächtigte Menschen können reizbarer und unkonzentrierter sein. Die DAK zufolge erhöhe der Wechsel sogar das Herzinfarkt-Risiko. Demnach würden kurz nach der Umstellung jedes Jahr mehr Herzinfarkte verzeichnet als zuvor.


Tipps gegen Müdigkeit nach der Zeitumstellung?

Experten raten, am Sonntag der Zeitumstellung genug Licht und frische Luft zu tanken. Zudem sollten Sie versuchen, zeitig ins Bett zu gehen. Vor dem Schlafengehen sollte man keine schweren Mahlzeiten zu sich nehmen, das kann den Schlaf stören. Wer überhaupt keine Ruhe findet, kann auf natürliche Mittel wie Baldrian, Melisse oder Hopfen zurückgreifen. Doch auch ein warmes Bad oder ein heiße Milch mit Honig können abends müde machen.


Zeitumstellung: Wo kann ich die Stunde einsparen?

Die Stunde beim Schlafen zu sparen, ist aus genannten Gründen, keine gute Idee. Die Alternative ist, die fehlende Stunde tagsüber einzusparen. Am wenigsten ins Gewicht fallen dürfte eine Stunde Abzug bei Internet und Fernsehen. Schließlich verbringt der durchschnittliche Deutsche zwischen 14 und 49 rund 200 Minuten vor dem Fernseher und surft 135 Minuten im Netz. Das ergab eine Studie von SevenOne Media im Jahr 2014. Surft und glotzt man nicht gerade gleichzeitig, sind das insgesamt knapp sechs Stunden.


Sommerzeit 2016: Was bedeutet die Zeitumstellung für die öffentlichen Verkehrsmittel?

Die Deutsche Bahn spart sich durch die Zeitumstellung am Sonntag einige Fahrten. "S-Bahnzüge, die nur innerhalb dieser Stunde unterwegs wären, fallen - unbemerkt - aus", schreibt das Unternehmen auf ihrer Homepage. Bei Nachtzügen würden Aufenthalte gekürzt. Sei dies nicht möglich, kämen Züge an diesem Tag verspätet ans Ziel. In Nürnberg fahren die Nachtbusse auch nur einmal statt zwei Mal. Normalerweise startet der Nightliner am Hauptbahnhof jeweils um 2 Uhr und um 3 Uhr. Doch in dieser Nacht gibt es durch die Umstellung 2 Uhr genau genommen nicht. Deshalb fährt er der Bus nur um 3 Uhr.


Wer steuert die Zeitumstellung?

Der Wechsel auf die Sommerzeit wird auch 2016 wieder von den Wissenschaftlern der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig organisiert. Das PTB ist in Deutschland für die Zeit zuständig. Die Physiker unterhalten Atomuhren, anhand derer sie den Sender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main programmieren. Der wiederum steuert die Funkuhren in fast ganz Europa. mit dpa