Die elf und zwölf Jahre alten Kinder seien aber nicht gefunden worden.

Im vergangenen September hatte die Polizei wegen Prügelvorwürfen rund 40 Kinder aus den Gemeinschaften der "Zwölf Stämme" im schwäbischen Klosterzimmern bei Deiningen und in Wörnitz in Mittelfranken geholt. Seitdem gab es zahlreiche Verfahren bei den Familiengerichten in Nördlingen und Ansbach; viele Eltern wehrten sich gegen die Unterbringung ihrer Kinder in Pflegefamilien und Heimen.

Im Fall der beiden verschwundenen Mädchen will das Jugendamt nun das weitere Vorgehen beraten. Ein Psychologe hatte es in einem Gerichtsgutachten abgelehnt, dass die Kinder bei den Eltern bleiben. Wegen des Vorgehens der Behörden sollen mehrere Eltern der Glaubensgemeinschaft inzwischen mit ihren Kindern nach Österreich gezogen sein.

Die "Zwölf Stämme" sorgen seit Jahren für Schlagzeilen, nicht nur weil sie ihre Kinder züchtigen sollen. Eltern aus der Sekte hatten sich auch geweigert, ihre Mädchen und Buben in staatliche Schulen zu schicken. Mehrere Jahre lang wurde der Sekte daher vom bayerischen Kultusministerium der Betrieb einer eigenen Schule gestattet, diese Erlaubnis gibt es aber nicht mehr.