Passagiere der Lufthansa müssen sich am Montag wegen der geplanten Warnstreiks auch am Münchner Flughafen auf Verspätungen und Flugausfälle einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat das Bodenpersonal der Fluggesellschaft zu einem ganztägigen und nahezu flächendeckenden Warnstreik aufgerufen.

Vor allem innerdeutsche und europäische Verbindungen von München aus dürften betroffen sein, sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Freitag. Über Details werde ein Sonderflugplan informieren, den das Unternehmen im Laufe des Samstagabend im Internet veröffentlichen will.

Chronologie des Arbeitskampfes

Februar 2012: Am Frankfurter Flughafen fallen während eines neuntägigen Arbeitskampfes mehr als 1700 Flüge aus. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) schließt am 21. März für Verkehrsdisponenten, Vorfeldlotsen und Flugzeug-Einweiser einen neuen Tarifvertrag ab.

27. März: Wegen Warnstreiks an den Flughäfen in Frankfurt/Main, Köln/Bonn, Düsseldorf, München, Stuttgart, Bremen und Hannover fallen Hunderte Flüge aus. Über Stunden sorgen die von der Gewerkschaft Verdi vertretenen Mitarbeiter von Feuerwehr, Gepäckabfertigung und Bodenverkehrsdiensten dafür, dass nicht mehr viel geht.

7. September: Die Gewerkschaft Ufo verursacht den bislang größten Ausfall an einem einzigen Streiktag in der Geschichte der Lufthansa. Rund 1000 Flüge werden gestrichen, mehr als 100.000 Passagiere sind betroffen. Es ist der erste bundesweite Streik der rund 18.000 Lufthansa-Flugbegleiter. Bei zwei Streikwellen in den Tagen zuvor waren insgesamt bereits rund 500 Flüge ausgefallen.

10. Dezember: Warnstreiks des privaten Sicherheitspersonals führen an mehreren deutschen Flughäfen zu Verspätungen. Verdi hatte zu den Aktionen aufgerufen. Hintergrund sind stockende Verhandlungen über einen Manteltarifvertrag. Januar/Februar 2013: Streiks des Sicherheitspersonals legen mehrere deutsche Flughäfen mehrfach weitgehend lahm. In Hamburg, Düsseldorf und Köln/Bonn kommt es zu massiven Behinderungen.
März: Im festgefahrenen Tarifstreit des privaten Sicherheitsgewerbes in Nordrhein-Westfalen treten die Fluggastkontrolleure in Düsseldorf und Köln/Bonn an mehreren Tagen erneut in den Ausstand.

21. März 2013: Nach ergebnislosem Auftakt der Tarifverhandlungen um Entgelte und Arbeitsbedingungen von rund 33.000 Technikern und Serviceleuten bei der Lufthansa im Februar waren die Gespräche auf den 22. März vertagt worden. Kurz zuvor legen Beschäftigte der Lufthansa an mehreren Flughäfen nach einem Warnstreik-Aufruf von Verdi die Arbeit nieder. Große Teile des Flugverkehrs werden lahmgelegt. Die bestreikte Lufthansa streicht 700 Flüge. 22. April: Für Montag hat Verdi das Bodenpersonal der Lufthansa zu einem ganztägigen und nahezu flächendeckenden Warnstreik aufgerufen.