Das Landgericht Frankfurt hat die als Schwesta Ewa bekannte Rapperin aus Frankfurt zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Die Richter verhängten die Strafe am Dienstag unter anderem wegen Steuerhinterziehung und Körperverletzung.

Die Vorwürfe der Zuhälterei und Menschenhandel sahen sie dagegen nicht als erwiesen an. Die Staatsanwaltschaft hatte der 32-Jährigen unter anderem vorgeworfen, junge Frauen zur Prostitution gezwungen zu haben.

Opfer sollen vier teilweise noch minderjährige Fans der Sängerin gewesen sein. Am ersten Verhandlungstag räumte die Angeklagte ein, die jungen Frauen geschlagen zu haben. Der Prostitution seien sie aber aus freien Stücken nachgegangen, um in kurzer Zeit möglichst viel Geld für Luxusartikel zusammen zu bekommen. Der Erlös sei nach dem Abzug aller Spesen gleichmäßig verteilt worden.

Das Gericht setzte den Haftbefehl gegen Schwesta Ewa aus, sie kam damit nach knapp acht Monaten Untersuchungshaft auf freien Fuß. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.