Die Staatsregierung will den Tornado-Opfern in Schwaben möglichst schnell finanziell unter die Arme greifen. Das kündigte Finanzminister Markus Söder am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung in München an. Er brachte ähnliche Finanzhilfen für betroffene Bürger ins Gespräch wie bei vergangenen Hochwasserkatastrophen etwa in Niederbayern. "Ich kann mir ein Sofortgeld vorstellen und eine Soforthilfe", sagte der CSU-Politiker und betonte: "Ob ein Tornado über ein Haus fegt und das Dach abdeckt oder ob das Wasser die Keller vollsaugen lässt, das ist völlig egal."

Am Dienstag befasst sich das Kabinett damit. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) kündigte an, dass dann auch die betroffenen Landräte über die Situation in ihren Regionen berichten sollen - ebenso wie Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), die nach dem Unwetter dorthin gereist war. Im Landkreis Aichach-Friedberg hatte ein Tornado in der Nacht zum vergangenen Donnerstag zahlreiche Gebäude beschädigt, die meisten im Dorf Affing. Mehrere sind unbewohnbar.

Söder berichtete nun, die meisten Schäden seien wohl von den Versicherungen abgedeckt. "Insofern hält sich das alles in Grenzen", sagte er. "Aber die Leute brauchen jetzt schnell Überbrückungshilfe."