Die Smartphone-App Pokémon GO wurde letzte Woche zunächst nur in den USA, Australien und Neuseeland veröffentlicht. Seitdem ist ein weltweiter Hype um die App ausgebrochen. Jetzt ist das Spiel nach einer Woche Wartezeit für Android- und iOS-Nutzer auch in Deutschland zum Download verfügbar. Die App lässt sich direkt aus dem Play Store oder App Store herunterladen.
Pokémon tragen seltsame Namen wie Pikachu, Traumato oder Magnetilo, kämpfen gern gegeneinander und haben eine weltweite Fangemeinde. Mit dem Smartphone-Spiel hat das Phänomen einen neuen Schub bekommen. Hier gibt es Fragen und Antworten rund um die gehypte App:


Wieso scheint die ganze Welt auf einmal nach Pokémon verrückt zu sein?

Es ist das erste Mal, dass man Pokémon auf dem Smartphone spielen kann. Der japanische Spiele-Anbieter Nintendo brachte die beliebten Figuren bisher nur in Games für die hauseigenen Konsolen heraus. Inzwischen jedoch wechseln immer mehr Spieler auf Smartphones. Nintendo konnte diesen Trend nicht mehr ignorieren.


Was sind "Pokémon" überhaupt und worum geht es bei dem Spiel?

"Pokémon" ist eine Wortbildung aus "Pocket Monster", Taschenmonster. Zum ersten Mal tauchten sie 1996 in einem Spiel in Japan auf. Die Pokémon sind darauf versessen, gegeneinander zu kämpfen. Der Spieler fängt sie als Pokémon-Trainer mithilfe weiß-roter Bälle ein und bildet sie aus.

Im Pokémon-Universum gibt es mehr als 700 Figuren. Die beliebteste dürfte Pikachu sein - ein kleines gelbes Monster mit einem Schwanz in der Form eines Blitzes. Neben den Videospielen blüht ein gewaltiges Geschäft mit Sammelkarten und allen möglichen anderen Fanartikeln von Plüschfiguren bis Brotdosen.

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Was ist das besondere an dem Smartphone-Game?

Im Grunde geht es auch hier darum, "Pokémon" zu fangen und dann gegeneinander antreten zu lassen. Der Clou ist jedoch die Standort-Erkennung auf dem Smartphone. Die Pokémon verstecken sich an verschiedenen Orten - und ein Spieler sieht sie nur, wenn er in der Nähe ist.

Dann werden die Figuren auf dem Display des Telefons in die echte Umgebung eingeblendet. Dieser Vorgang nennt sich "Augmented Reality". In den USA, Neuseeland und Australien sammelten sich schon große Menschenmengen an Orten mit populären Pokémon an. Die kleinen Monster reagieren auf die virtuelle Umgebung: So tauchen Wasser-Pokémon besonders häufig in der Nähe von Flüssen oder Seen auf.


Ihr spielt schon Pokémon GO? Schickt uns jetzt Bilder von euch mit Pokémon oder euren Pokémon-Fundorten an leserreporter@infranken.de oder ladet sie in unserer inFrankenPix-App hoch.


Wieso hatten manche deutschen Nutzer das Spiel schon vor dem offiziellen Start?

Anroid- Nutzer kamen leicht an die App, da Google auch Installationen außerhalb des Play Stores erlaubt. Für die Installation auf einem iPhone benötigte man jedoch einen iTunes-Account aus den USA oder den anderen Ländern, in denen Pokémon Go offiziell angeboten wurde. Den konnte man sich mit einem Trick auch in Deutschland anlegen. Damit verstößt man aber gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von iTunes.

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Wer steckt hinter dem Spiel?

Es wurde von der Nintendo-Beteiligung Pokémon Company und der ehemaligen Google-Tochter Niantic Labsgemeinsam entwickelt. Letztere hatte unter dem Dach des Internet-Konzerns das ebenfalls auf Ortungsdaten basierte Spiel "Ingress" programmiert. In ihm kämpfen zwei Lager um virtuelle Portale, die an verschiedenen Orten platziert wurden.