"Natürlich müssen die Menschen dort noch ein bisschen warten, bis das Wasser tatsächlich wieder, ohne die Gesundheit zu gefährden, genutzt werden kann", sagte der Leiter des THW-Teams, Sven Guericke. Endlich sei mit dem Ort Santa Fe am südwestlichen Zipfel der Insel aber ein Standort für die Hilfe gefunden worden.

Höchste Priorität haben zunächst die Instandsetzung eines 40 Meter tiefen Brunnens sowie die Reparaturarbeiten an dem beschädigten Rohrleitungssystem der Wasserversorgung. Untersuchungen im mitgeführten THW-Labor haben eine starke Verkeimung des Wassers in Santa Fe ergeben, so dass dort eine der Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA) des THW aufgebaut wird. Die Erkundungen nach weiteren Hilfsoptionen für die Menschen auf der Insel werden ebenfalls fortgesetzt.

Obwohl die Hilfe in vielen Bereichen der Katastrophenregion angelaufen ist, gibt es Gebiete, die weiterhin auf Unterstützung warten. Auf der Insel Samar - dort hatte Taifun Haiyan als erstes gewütet - richtet das Welternährungsprogramm (WFP) am Flughafen der Stadt Guiuan mit Unterstützung des THW eine Koordinierungsstelle ein. Das sechsköpfige THW-Team wird dort gemeinsam mit den Partnerorganisationen des IHP (International Humanitarian Partnership) das Basiscamp aufbauen und betreiben.

Das THW-Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Das THW wird außerdem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Europäischen Gemeinschaftsverfahrens sowie im Auftrag von UN-Organisationen