In Nordrhein-Westfalen sind Journalisten auf sehr perfide Art und Weise bedroht worden. Neonazis sollen über Twitter und Facebook an Journalisten Todesanzeigen mit ihrem Namen geschickt. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen.

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) in ver.di ist besorgt über die weitere Eskalation rechter Gewalt gegen Journalisten in Nordrhein-Westfalen.

Erinnert an die Nationalsozialisten in den 1930er Jahren

Die Hetzkampagnen erinnerten fatal an das Vorgehen der Nationalsozialisten in den 30er Jahren, teilte der DJU-Vorsitzende Ulrich Janßen mit. "Hier sind nicht nur Polizei und Staatsanwaltschaft gefragt, die Verteidigung der Pressefreiheit muss das Anliegen aller Demokraten sein."

Zu lange seien die militanten und äußerst gewaltbereiten Neonazistrukturen ignoriert worden, sagte Janßen. Auch Bewegungen wie "Pegida" trügen durch ihre diffamierenden Parolen von der "Lügenpresse" zu einem gesellschaftlichen Klima bei, in dem Angriffe auf Medienschaffende zunähmen.

Umso wichtiger seien jetzt der offensive Schutz für Journalistinnen und Journalisten durch die Polizei sowie engagierte Bürger und gründliche Ermittlungen der Behörden.