Der Bombenleger von Dresden ist offenbar gefasst worden. Der 29-jährige mutmaßliche Täter wurde am Donnerstagabend von einer Spezialeinheit der sächsischen Polizei verhaftet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Freitag in der sächsischen Landeshauptstadt mit. Er soll am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über die Festnahme berichtet.

Der in Dresden lebende Mann soll für zwei selbstgebaute Sprengsätze verantwortlich sein, die am Abend des 26. September vor der Dresdner Fatih Camii Moschee und auf der Freiterrasse des Internationalen Congress Centers detonierten. Dabei entstand Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt.

Bei der Festnahme des Verdächtigen konnten laut Staatsanwaltschaft diverse Gegenstände gesichert werden, die zur Herstellung von Spreng- und Brandvorrichtungen genutzt werden können. Zudem stimmten an verschiedenen Tatmitteln gesicherte DNA-Spuren mit der DNA des Mannes überein, hieß es.


Verdächtiger soll Redner bei Pegida gewesen sein

Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe) soll der festgenommene Nino K. Redner bei der fremdenfeindlichen "Pegida"-Bewegung sein. So soll er im Sommer 2015 auf einer "Pegida"-Veranstaltung unter anderem gegen "kriminelle Ausländer" und "faule Afrikaner" gehetzt haben. Die Generalstaatsanwaltschaft wollte den Bericht am Freitag zunächst nicht bestätigen.

Die beiden Bombenanschläge eine Woche vor den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Dresden hatten bundesweit für Empörung und Verunsicherung gesorgt. Die Polizei ging zahlreichen Hinweisen nach und wertete unter anderem ein Video aus, das den mutmaßlichen Täter zeigt.