Viele Krankenkassen haben 2016 ihre Zusatzbeiträge erhöht - im Schnitt um 0,2 Prozent. Diesen Aufschlag müssen Arbeitnehmer alleine tragen. Für Versicherte ist deshalb ein Wechsel der Krankenkasse eine überlegenswerte Option: Jährlich sind bis zu 800 Euro Ersparnis drin, wie die Stiftung Warentest vorrechnet. Wann und wie ein Wechsel möglich ist, wo Unterschiede zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung liegen und alle weiteren Fragen zum Thema beantworten zwei Experten am Dienstag, 7. Juni, bei einer Telefonaktion dieser Zeitung.

Sie sind von 16 bis 18 Uhr am Redaktionstelefon zu erreichen:

Frank Müller von der AOK Bamberg beantwortet bei unserer Telefonaktion alle Fragen zur gesetzlichen Krankenversicherung. Müller ist am 7. Juni von 16 bis 18 Uhr in der Zentralredaktion dieser Zeitung unter der Durchwahl 0951/188-221 zu erreichen.

Matthias Rupsch vom Verband der privaten Krankenversicherung gibt bei unserer Telefonaktion Auskünfte zur privaten Krankenversicherung. Er steht am Dienstag, 7. Juni, von 16 bis 18 Uhr am Redaktionstelefon unter 0951/188-226 Rede und Antwort.


Bemessungsgrenze gestiegen

Den Experten zufolge wurden die neuen Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen "recht geräuschlos eingeführt". Zum einen seien die Unterschiede der in Bayern geöffneten Kassen nicht sehr gravierend und lägen jetzt im Durchschnitt bei 15,7 Prozent. Zum anderen werde der Zusatzbeitrag mit dem regulären Kassenbeitrag automatisch eingezogen. "Abgesehen davon ist jedoch nicht der Preis ausschlaggebend. Entscheidend sind die Leistungen einer Kasse", sagen Müller und Rupsch.

Außer den Zusatzbeiträgen gab es zu Jahresbeginn Neuerungen bei den so genannten Rechengrößen in der Sozialversicherung. Auch diese Zahlen hätten ganz konkrete Auswirkungen auf die Beträge sowie auf die Wahlmöglichkeit für Arbeitnehmer zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung.
So sei zum Jahresanfang die Bemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung von 4125 Euro auf 4237,50 Euro monatlich gestiegen. Die Verdienstgrenze, ab der sich Arbeitnehmer privat versichern können, wurde von 54 900 auf 56 250 Euro brutto jährlich angehoben. Auch der Mindest- und der Höchstbeitrag für freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige ist gestiegen.

Abgesehen von solchen Änderungen bleibt das Thema Krankenversicherung kompliziert - zumal sich im Laufe des Lebens nicht nur die Gesetze, sondern auch der individuelle Versicherungsstatus ändern kann.


Fragen über Fragen ...

Wo kann man nun die Zusatzbeiträge vergleichen? Hat ein Kassenwechsel Auswirkungen auf laufende Behandlungen? Bekommt man auch als privat versicherter Selbstständiger einen Zuschuss, wenn man in Rente geht? Darf man als privat Versicherter in einen günstigeren Tarif wechseln? Worin unterscheiden sich die Pflege-Zusatzversicherungen? Wie lange können erwachsene Kinder gesetzlich familienversichert bleiben? Wie versichert man sich als Student nach Ende der Familienversicherung oder der Beihilfe selbst weiter? Auf welche Einkünfte haben Rentner Kassenbeiträge zu zahlen? Wie kann man als gesetzlich oder privat Versicherter am Beitrag sparen?


... und hier die Antworten

Fragen über Fragen! Antworten gibt es bei unserer Telefonaktion am Dienstag, 7. Juni. Die Leitungen sind von 16 bis 18 Uhr geschaltet, die Anrufe kostenlos.