Das teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit. "Die Auszahlung kann noch vor Weihnachten erfolgen. Die Sache ist damit erledigt", sagte der Sprecher. Der hoch verschuldete Mörder des Bankierssohnes Jakob von Metzler hatte das Geld im Oktober vergangenen Jahres vom Oberlandesgericht Frankfurt zugesprochen bekommen, weil er von einem leitenden Polizeibeamten mit Folter bedroht worden war. Damals war es darum gegangen, das Versteck des entführten Jungen zu erfahren.

Das verurteilte Land Hessen zahlte den Betrag daraufhin beim Amtsgericht ein. Die Weiterleitung an Gäfgen verzögerte sich, weil sein Insolvenzverwalter gefordert hatte, das Geld der Insolvenzmasse zuzuführen. Dies wurde inzwischen jedoch vom Gericht zurückgewiesen und Gäfgen der Betrag persönlich zugesprochen. dpa