"Ich will das Beste für meine Tiere", sagte Dompteur Martin Lacey jr. dem "Münchner Merkur" (Donnerstag). Die Proteste gegen Tierauftritte seien geschäftsschädigend.


"Die Menschen wollen Tiere sehen"

Die Unterschriften-Liste solle am Ende der Wintersaison im April dem Deutschen Städtetag überreicht werden, bestätigte Circus Krone-Sprecherin Susanne Matzenau den Bericht. "Wir haben bereits weit über tausend Unterschriften in nur zwei Tagen", sagte sie am Donnerstag. "Die Menschen wollen die Tiere sehen. Wir geben der schweigenden Mehrheit eine Stimme." Ein Wildtierverbot würde das Ende des Zirkus bedeuten.

Einige Dutzend Aktivisten hatten während der Premiere des Winterprogramms "Tierisch gut" nach Weihnachten gegen Wildtiere im Zirkus demonstriert. Die Haltung sei nicht artgerecht. Matzenau warf den Demonstranten vor, sie hätten über vieles "eine Meinung, aber keine Ahnung". Es gebe den Circus-Krone-Zoo und öffentliche Dressur-Proben. "Da kann jeder Fragen stellen und sich mit eigenen Augen überzeugen, dass es den Tieren gut geht. Wir lieben unsere Tiere, und so behandeln wir sie. Es ist selbstverständlich, dass wir die wahren Tierschützer sind. Denn wir kennen die Tiere."


Circus Krone hat erfolgreich geklagt

Mehrere Kommunen hätten ein Wildtierverbot im Zirkus erlassen oder dächten darüber nach, in einigen Fällen habe der Circus Krone geklagt und vor Gericht Recht bekommen.

Der Zirkus zeigt in seiner aktuellen Show afghanische Windhunde, Lamas, Pferde, Elefanten, Papageien sowie Löwen und Tiger. Darüber hinaus leben im Krone-Zoo Wildschweine, Kamele, Zebras, Ziegen, ein Nashorn und ein Nilpferd. Die Tiere würden hier älter als in freier Wildbahn, sagte Matzenau. Auch darum kümmere man sich. "Wir haben extra ein Seniorenheim für Pferde für die Veteranen der Manege."