Vor der Tür des Londoner King-Edward-VI.-Krankenhauses sind bewaffnete "Scotland Yard"-Beamte postiert und nur wenige dürfen die schwangere Herzogin Kate besuchen, geschweige denn mit ihr telefonieren. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Und so haben sich die zwei Radiomoderatoren Mel Greig and Michael Christian in ihrer Show "Summer 30" beim australischen Sender "2Day FM" gedacht, man könnte ja einfach mal die offizielle Nummer des Hospitals anwählen und sehen, was passiert. Natürlich nicht in ihrer Rolle als Medienvertreter, sondern mit verstellten Stimmen als Queen Elisabeth II. und Prinz Charles. Um die Szenerie noch etwas authentischer zu gestalten, bellt ein Kollege im Hintergrund wie die royalen Vierbeiner, die ihre Majestät gerne um sich hat.

Was dann geschah, ist kaum zu glauben: Die falsche Queen fragt nach ihrer Schwieger-Enkelin und wird sofort zur zuständigen Stationsschwester durchgestellt. Die ist hörbar aufgeregt, als sie die vermeintliche Monarchin am Telefon hat und erzählt ihr und dem im Hintergrund plappernden Prinz Charles ohne Umschweif vom besseren Zustand und den derzeitigen Medikamenten der prominenten Patientin: "Sie schläft gerade und hatte eine ruhige Nacht. Wir haben ihr Flüssigkeit gegeben, sie ist derzeit stabil."

In fremden Betten schlafe es sich eben auch nicht so gut, beruhigt die freundlich klingende Krankenschwester, woraufhin der heimtückische Prinz Charles meint: "Die sind ja wohl kaum mit den Palastbetten zu vergleichen." Weiterhin zeigt sich die Pflegerin bemüht, als sie Auskunft über die beste Besuchszeit mit nach 9.00 Uhr morgens angibt, weil da die Arztvisite vorbei sei.

Als der Telefonhörer aufgelegt wird, können es die beiden Spaßvögel kaum fassen, was ihnen da gerade gelungen ist und schicken den Mitschnitt der Sendung via "youtube" in die Welt. Ähnlich fassungslos sind auch die Verantwortlichen in der renommierten Privatklinik, die mittlerweile bestätigt haben, den Moderatoren auf den Leim gegangen zu sein: "Das war ein dummer Telefonstreich, den wir einhellig missbilligen." Man bitte um Entschuldigung für den Vorfall, da "wir den Anspruch unserer Patienten auf absolute Vertraulichkeit sehr ernst nehmen und die Telefonanrufe von nun an gründlicher prüfen werden."

Das dürfte also der Anfang vom Ende für die royale Karriere der Radioscherzkekse gewesen sein. Der Palast kommentierte den Vorfall bislang nicht.