Der Sieg der Band Cascada über die Bläsergruppe LaBrassBanda beim deutschen Grand-Prix-Vorentscheid hat eine breite Diskussion ausgelöst. Vor allem das Urteil der Jury wird in Internet-Foren kritisiert. Die fünf Experten, darunter Sänger Tim Bendzko und Schlager-Ikone Mary Roos, hatten in der Live-Show LaBrassBanda nur einen Punkt gegeben, während die Radiohörer die bayerische Bläser-Combo einhellig ganz vorne sahen. Die Ska-Bläser wollen nach eigenen Angaben im nächsten Jahr wieder beim Vorentscheid antreten. Die Einschaltquote des von Anke Engelke moderierten Vorentscheids war mit 3,24 Millionen Zuschauern relativ schwach.

Der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber verteidigte am Freitag das Jury-Urteil. "Die haben sich unter anderem mit der Frage beschäftigt, wer die größten Erfolgsaussichten in Europa hat", sagte der Verantwortliche der Sendung der Nachrichtenagentur dpa. Die Jurymitglieder hätten großen Wert auf ihre Unabhängigkeit gelegt. Außerdem habe die Bonner Dance-Pop-Band Cascada auch in der Gunst der TV-Zuschauer weit vorne gelegen. dpa