Gauck lebt seit langem in einer Beziehung mit ihr, ist aber nach wie vor mit der Mutter seiner Kinder verheiratet. "Da die Familie damit leben kann und da wir damit leben können, glaube ich, kann man das so lassen", sagte Schadt der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
In dem Interview zeigte sie Verständnis für die Debatte über ihren Familienstand. "Aber es gilt weiter, was ich immer gesagt habe: Es ist ungewöhnlich, es ist für einige ein Affront, von uns allerdings nicht so gemeint, da wir ja kein bestimmtes Rollenmodell propagieren möchten", sagte die 53-Jährige.
Auf die Frage, wie es sei, nach einer jahrelangen Fernbeziehung zusammenzuziehen und den bisherigen Job aufzugeben, sagte die Lebensgefährtin des 73-Jährigen: "Es ist kein Modell, das ich zur allgemeinen Nachahmung empfehle. Ein eigenständiges Leben ist schon sehr schön." Doch sei sie in einer sehr speziellen Situation gewesen. "Ich hätte doch nicht weiter bei der "Nürnberger Zeitung" sitzen und am Wochenende nach Berlin fahren können", sagte Schadt, die bis zu Gaucks Wahl Leitende Politikredakteurin in Nürnberg war.