Für Mittwochmorgen hatte die rechtspopulistische Bewegung "Pro Deutschland" zu Kundgebungen vor dem Flüchtlingsheim und der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber aufgerufen. Am Dienstagabend standen sich bei einer Kundgebung der rechtsradikalen NPD in Berlin-Hellersdorf Gegner und Unterstützer der Flüchtlinge gegenüber.

Auch der Flüchtlingsrat Berlin bekräftigte seine Forderung nach einem Sicherheitskonzept für das Flüchtlingsheim. Die gegenwärtige Lage vor Ort sei unzumutbar für die Flüchtlinge, sagte Georg Classen vom Flüchtlingsrat der in Berlin erscheinenden "tageszeitung" (Mittwochsausgabe).

Lüke begründete ihre Forderung nach einer Bannmeile damit, dass die Demonstrationsfreiheit nicht auf Kosten von Menschen gehen dürfe, "die erneut um Leib und Leben fürchten müssen, wenn zu Hass gegen sie aufgestachelt wird". Dabei gehe es nicht darum, "Sorgen und Kritik von Anwohnern abzuwürgen".

Es müssten allerdings "einige Koordinaten ganz klar sein und auch öffentlich vermittelt werden: Das Recht auf Asyl ist ein Grundrecht." Auch die Berliner Bezirke seien verpflichtet, Flüchtlinge unterzubringen. Dies dürfe nicht infrage gestellt werden, Hasskampagnen gegen Flüchtlinge können nicht toleriert werden, betonte Lüke. epd